KoOpf-Logo am Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald (2005)

WERWIEWASMITWEM
In Folgendem möchten wir über die KoOpf informieren, die Kulturkooperative Oberpfalz, die seit 1999 in vielerlei Hinsicht grenzüberschreitend  tätig ist.
Wir vermitteln Kurzportraits ihrer Mitglieder, geben Bescheid über Leitbilder und Leistungsprofil der KoOpf, außerdem werden deren vielfältige Aktivitäten und Vernetzungslinien aufgezeigt, innerhalb der kulturellen und regionalen Kontexte und über diese hinaus. Die KoOpf-Image-Broschüre bringt Fakten, die der KoOpf bayernweit und in der Metropolregion Nürnberg den Charakter eines Alleinstellungsmerkmals geben. Vor allem in den Segmenten zeitgenössischer Kunst & Architektur bescheinigen sie ein hohes Maß regionaler Authentizität. Das Klischee provinzieller Wald-und Wiesen-Mentalität wird ebenso originell wie auf hohem Niveau widerlegt.  

HINTERGRUND
Von der Randlage ins Zentrum. Seit 1989, dem Ende des Kalten Krieges, und 2004, der europäischen Ost-Erweiterung, geht ein Ruck durch die oberpfälzisch-tschechische Region am ehemaligen Eisernen Vorhang und bringt nach jahrzehntelanger Stagnation in alle Lebensbereiche Bewegung. Der Mitte-Europa-Raum, der hier neu entsteht, gewinnt Namen und Image, in denen die Zukunftsfähigkeit der Region zum Ausdruck kommt. In Politik, Wirtschaft und Kultur formiert man sich neu und findet Maßgaben in dem Begriff des Clusters. D.h. unterschiedliche Netzwerker aus allen gesellschaftlichen Bereichen, vorrangig den Bereichen Politik, Verwaltung, Bildung, Forschung und Wirtschaft, finden sich über ihre Individual-Interessen hinaus in ein profitables gemeinsames Ganzes ein und steigern damit Leistungskraft und Innovation der Region zum Nutzen aller.

KULTURELLE WERTSCHÖPFUNGSKETTE
Dass diese Zielvorgaben nicht nur für die „Welt der harten Standortfaktoren“ stimmen sondern auf eigene Art auch für deren „weiche“ Entsprechungen auf den Feldern von Kunst und Kultur, ist eine Einsicht, die 1999 zur Gründung der Kulturkooperative Oberpfalz KoOpf / Mitglieder und Partner führte.
In diesem Zusammenschluss von 17 tragenden Kunst - und Kultureinrichtungen aus der Oberpfalz, Tschechien und Niederbayern versammelt sich ein regionales Spezialistentum bezüglich ideellen Mehrwerts und der besonderen Wachstums-Sphäre Lebensqualität, welche die nicht messbaren, aber nichts desto weniger wirksamen Einzelqualitäten wie individuelle und regionale Identitätsstiftung, geistige Regeneration und Anregung, Ästhetik und Ethik umfasst.  
Dem entsprechend versteht sich die KoOpf als Kompetenzträger, der die Gegenwarts-Kunst als ein herausforderndes Kultur - und Bildungsgut platziert, als Werbegemeinschaft  für einen eigenständigen Kunstraum im weiteren tschechisch-oberpfälzischen Grenzgebiet, der europäischen Standards gehorcht, als Impulsgeber für eine Kultur kritischen regionalen Selbstbewusstseins im Kontext der europäischen Wertegemeinschaft, und zusammenfassend  als kulturelle Wertschöpfungskette, die sich an der Schnittstelle Bildung, d.h. Förderung von Kreativität, Flexibilität und Offenheit, in den Prozess der Regionalentwicklung eingebunden sieht.


KUNSTRÄUME BAYERN
Seit dem Jahr 2000 erscheint jährlich eine gemeinsame Veröffentlichung, die die Eigenständigkeit der jeweiligen Programme, Profile, regionalen Charakteristika und überregionalen Verbindungen darstellt. Darüber hinaus schließen sich KoOpf-Einrichtungen immer wieder zu gemeinsamen Kooperationen insbesondere im osteuropäischen Kontext zusammen, bei denen auch die Nachwuchsförderung eine herausragende Rolle spielt. Das Kunst- und Kunstvermittlungsprojekt        „Standpunkte - Landeplätze“, das in diesem Zusammenhang die Grenz-Land-Anrainer-Akademien Prag und Nürnberg zusammenführt, ist das Gemeinschafts-Projekt, an dem sich die KoOpf insgesamt beteiligt. Als Beitrag des landesweiten Projektes „Kunsträume Bayern 2008“, einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Städte für kulturelle Zusammenarbeit, positionierte es die Oberpfalz als Kunstraum an vorderster Stelle.
Wie schon das KoOpf-Logo, das 2005 in den Auffahrtskreisel am Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald eingeackert wurde, will es auf die besonderen Kunst-Potenziale im Kulturraum Oberpfalz aufmerksam machen und gleichermaßen zwecks deren Förderung und Entwicklung zu einer innerregionalen Netzwerkkultur inspirieren, die wirtschaftlichen und kulturellen Mehrwert eng miteinander verbindet.

Wolfgang Herzer
Sprecher Kulturkooperative Oberpfalz